{"id":3546,"date":"2026-10-24T08:50:00","date_gmt":"2026-10-24T06:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/?p=3546"},"modified":"2026-10-14T21:19:15","modified_gmt":"2026-10-14T19:19:15","slug":"der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/","title":{"rendered":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen \u2013 und weshalb sich eine Beurteilung beim Abschied ver\u00e4ndern kann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein wissenschaftlich und arbeitsrechtlich fundierter Beitrag aus Schweizer Perspektive<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1290\" height=\"726\" data-attachment-id=\"3548\" data-permalink=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1672,941\" data-comments-opened=\"1\" data-image-title=\"10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis &amp;#8211; Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis &amp;#8211; Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1024%2C576&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?resize=1290%2C726&#038;ssl=1\" alt=\"10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9\" class=\"wp-image-3548\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?w=1672&amp;ssl=1 1672w, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1290px) 100vw, 1290px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">on <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/ueber-den-autor-christoph-j-zingg\/\" data-type=\"post\" data-id=\"2795\">Christoph J. Zingg<\/a> (Autor)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anlass f\u00fcr diesen Beitrag ist pers\u00f6nlich. In einem meiner Schlusszeugnisse fand ich eine Gesamtbeurteilung, die deutlich k\u00fchler ausfiel als verschiedene dokumentierte Signale w\u00e4hrend meiner Anstellung. Eine Lohnerh\u00f6hung war schriftlich mit meinen guten Leistungen und meinem grossen Einsatz begr\u00fcndet worden. Hinzu kamen kurzfristiges Einspringen, verschobene Ferien, selbstst\u00e4ndiges Arbeiten, zus\u00e4tzliche Aufgaben und positive R\u00fcckmeldungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das beweist nicht automatisch, dass jede von mir gew\u00fcnschte Superlativformulierung rechtlich geschuldet w\u00e4re. Es begr\u00fcndet aber eine berechtigte Frage: Wie wird aus einer langen, vielschichtigen beruflichen Wirklichkeit am Ende ein Text von wenigen Abs\u00e4tzen \u2013 und wessen Sicht wird darin zur scheinbar objektiven Wahrheit?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schreibe diesen Beitrag deshalb nicht als \u00f6ffentliche Abrechnung mit einem meiner vergangenen Arbeitgebern. Der konkrete Konflikt bleibt bewusst anonymisiert. <br>Mich interessiert die grunds\u00e4tzlichere Frage: <br><strong>Was ist ein Arbeitszeugnis \u00fcberhaupt? Was kann es seri\u00f6s aussagen \u2013 und wo beginnt die \u00dcberdehnung seiner Aussagekraft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Zeugnis ist kein Messger\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Arbeitszeugnis sieht amtlich aus. Es steht auf Gesch\u00e4ftspapier, tr\u00e4gt ein Datum und eine Unterschrift und verwendet eine scheinbar sachliche Sprache. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, es handle sich um ein objektives Messergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ein Zeugnis ist kein Laborwert und kein geeichtes Messinstrument. Es ist eine <strong>retrospektive, sprachlich verdichtete Fremdbeurteilung, entstanden in einer bestimmten Organisation, aus einer bestimmten Beziehung und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es verbindet mindestens vier Ebenen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. beobachtbares Verhalten und dokumentierbare Leistung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Auswahl und Deutung dieser Beobachtungen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. betriebliche Interessen, Normen und Machtverh\u00e4ltnisse,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. sprachliche Konventionen des Zeugniswesens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die psychologische Forschung zu Leistungsbeurteilungen zeigt seit Jahrzehnten, dass Vorgesetztenratings nicht bloss die Leistung der beurteilten Person abbilden. Sie enthalten auch Anteile, die mit der wahrnehmenden und urteilenden Person zusammenh\u00e4ngen. In zwei grossen Datens\u00e4tzen erkl\u00e4rten individuelle Besonderheiten der Beurteilenden 62 beziehungsweise 53 Prozent der Varianz in Leistungsratings. Das ist kein universelles Naturgesetz f\u00fcr jedes Zeugnis, aber ein Hinweis darauf, dass dasselbe Verhalten durch verschiedene Beobachtende unterschiedlich bewertet werden kann (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11125659\/\"><strong>Scullen, Mount &amp; Goff, 2000<\/strong><\/a><strong>). Eine neuere Metaanalyse best\u00e4tigt, dass die \u00dcbereinstimmung zwischen verschiedenen Vorgesetzten nicht vollkommen ist (<\/strong><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/38270992\/\"><strong>Zhou et al., 2024<\/strong><\/a><strong>). Ein \u00dcberblick \u00fcber hundert Jahre Leistungsbeurteilungsforschung zeigt entsprechend, dass Ratings im Zusammenspiel von Messverfahren, Wahrnehmung, Zweck, Kontext und Reaktionen der Beteiligten verstanden werden m\u00fcssen (<\/strong><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/28125265\/\"><strong>DeNisi &amp; Murphy, 2017<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Sympathie und Leistungsbeurteilung h\u00e4ngen in der Forschung zusammen. Eine Metaanalyse fand eine hohe \u00dcberlappung. Die Forschenden warnen allerdings vor einer vorschnellen Schlussfolgerung: Sympathie ist nicht immer bloss ein sachfremder Fehler, denn verl\u00e4ssliches, kooperatives Verhalten kann sowohl Leistung als auch Beziehung verbessern. Trotzdem bleibt die wichtige Erkenntnis, dass <strong>Beziehung und Beurteilung nicht vollst\u00e4ndig voneinander getrennt werden k\u00f6nnen (<\/strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/08959285.2013.836523\"><strong>Sutton et al., 2013<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Zeugnis ist deshalb am ehesten eine Aufnahme aus einer bestimmten Kameraposition. Es kann etwas Reales zeigen. Aber es zeigt weder alles Reale noch die einzig m\u00f6gliche Perspektive.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Arbeitszeugnis dokumentiert nicht den ganzen Menschen. Es dokumentiert, wie ein begrenztes Beobachtungssystem diesen Menschen ausgew\u00e4hlt, gedeutet und sprachlich festgehalten hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ein Zeugnis aussagen kann \u2013 und was nicht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sorgf\u00e4ltig erstelltes Zeugnis kann wertvolle Informationen vermitteln. Es kann Aufgaben, Verantwortungsbereiche, Anstellungsdauer, besondere Funktionen sowie eine zusammenfassende Beurteilung von Leistung und Verhalten dokumentieren. Es kann berufliche Entwicklung sichtbar machen und sp\u00e4teren Arbeitgebern eine zus\u00e4tzliche Orientierung geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Grenzen sind jedoch erheblich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|Ein Zeugnis kann eher zeigen \u2026&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|Ein Zeugnis kann nicht zuverl\u00e4ssig beweisen \u2026 &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|welche Aufgaben offiziell und tats\u00e4chlich ausge\u00fcbt wurden &nbsp; <br>|welchen Wert ein Mensch oder sein gesamtes Berufsleben besitzt&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|wie eine bestimmte Organisation die Leistung zusammenfasste <br>|wie alle fr\u00fcheren und k\u00fcnftigen Vorgesetzten dieselbe Person beurteilen w\u00fcrden&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|ob Leistung und Verhalten nachvollziehbar beschrieben werden<br>|ob jede relevante Leistung wahrgenommen oder erinnert wurde &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|welche Sprache und Standards der Arbeitgeber verwendet&nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|ob eine knappe Formulierung auf schwache Leistung, Zeitmangel, Unkenntnis oder Konflikt zur\u00fcckgeht<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|wie professionell ein Austritt dokumentiert wurde &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|wie die Person unter anderen Bedingungen, in einem anderen Team oder mit anderer F\u00fchrung arbeitet <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|ob Aussagen mit fr\u00fcheren Beurteilungen \u00fcbereinstimmen &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|weshalb sich eine Beurteilung ver\u00e4ndert hat, wenn die Gr\u00fcnde nicht offengelegt werden &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der grosse Fehler besteht darin, aus einem kontextabh\u00e4ngigen Dokument eine Wesensdiagnose zu machen: <em>Er ist schwierig. Sie ist unzuverl\u00e4ssig. Er ist nur durchschnittlich.<\/em> <br><strong>Aus einer Beurteilung wird dann eine Identit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Personalauswahl ist das wissenschaftlich problematisch. Narrative Referenzen und Empfehlungsschreiben sind nur begrenzt standardisiert; unterschiedliche Verfassende beobachten unterschiedliche Situationen und legen unterschiedliche Massst\u00e4be an. Deshalb sollten Zeugnisse lediglich <strong>ein Datenpunkt unter mehreren sein \u2013 neben strukturierten Interviews, Arbeitsproben, nachpr\u00fcfbaren Qualifikationen, mehreren Referenzen und dem konkreten beruflichen Verlauf. Eine \u00dcbersicht zur Forschung \u00fcber Empfehlungsschreiben bezeichnet deren Aussagekraft als begrenzt und verweist auf L\u00fccken bei Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t (<\/strong><a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/psychology-of-personnel-selection\/letters-of-recommendation\/5FF390D232E27892D7671241B4984054\"><strong>Highhouse, Dalal &amp; Salas, Cambridge Handbook<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Durch welche Filter wird Leistung betrachtet?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand sieht eine berufliche Leistung voraussetzungslos. Auch eine integre F\u00fchrungsperson beurteilt durch Filter. Einige davon sind gut untersucht:<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Halo- und Horn-Effekt<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders positiver Eindruck kann andere Bereiche \u00fcberstrahlen; ein negativer Eindruck kann sie verdunkeln. Ein Konflikt, eine als unbequem erlebte R\u00fcckfrage oder ein einzelner Fehler kann r\u00fcckwirkend die Gesamtwahrnehmung f\u00e4rben.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rezenzeffekt<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was zuletzt geschah, bleibt leichter verf\u00fcgbar als das, was Monate zuvor geleistet wurde. Ein angespannter Austritt kann dadurch eine lange Phase guter Arbeit \u00fcberlagern.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Best\u00e4tigungsfehler<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hat sich einmal die Annahme gebildet, jemand sei schwierig, wenig loyal oder nur durchschnittlich, werden passende Beobachtungen leichter wahrgenommen und widersprechende Hinweise eher \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Attributionsfehler<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei anderen erkl\u00e4ren wir Probleme schnell mit Pers\u00f6nlichkeit: <em>zu langsam, zu wenig belastbar, zu wenig engagiert<\/em><strong>. Situative Faktoren wie Personalmangel, fehlende Einf\u00fchrung, widerspr\u00fcchliche Auftr\u00e4ge, Krankheit, F\u00fchrungswechsel oder unklare Zust\u00e4ndigkeiten werden leichter untersch\u00e4tzt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00c4hnlichkeits-, N\u00e4he- und Beziehungseffekte<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer \u00e4hnlich kommuniziert, dieselben Erwartungen teilt oder zur informellen In-Group geh\u00f6rt, wird oft anders wahrgenommen als jemand, der Fragen stellt, Abweichungen anspricht oder einen anderen Kommunikationsstil hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterschiedliche Beobachtungsfenster<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine neue F\u00fchrungskraft kennt m\u00f6glicherweise nur einen kleinen Ausschnitt. Kolleginnen, Lernende, Patientinnen, Projektpartner oder fr\u00fchere Vorgesetzte haben andere Teile erlebt. Genau deshalb ist eine sp\u00e4te Gesamtbeurteilung besonders st\u00f6ranf\u00e4llig, wenn keine strukturierte \u00dcbergabe fr\u00fcherer Leistungsinformationen erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier passt mein Beitrag \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/die-blinden-maenner-und-der-elefant\/\"><strong>die blinden M\u00e4nner und den Elefanten<\/strong><\/a><strong>: Jeder ber\u00fchrt einen Teil und h\u00e4lt ihn leicht f\u00fcr das Ganze. Das bedeutet nicht, dass jede Interpretation gleich richtig w\u00e4re. Beobachtungen m\u00fcssen an Belegen, Konsistenz und transparenten Kriterien gepr\u00fcft werden. Es bedeutet aber, dass ein einzelner Blickwinkel nicht mit der ganzen beruflichen Wirklichkeit verwechselt werden darf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die <strong>Ladder of Inference, die Schlussfolgerungsleiter, erkl\u00e4rt den Vorgang: Aus allen verf\u00fcgbaren Daten werden einige ausgew\u00e4hlt. Diese erhalten Bedeutung. Daraus entstehen Annahmen, Schlussfolgerungen und schliesslich Handlungen. Im Zeugnis wird h\u00e4ufig nur die oberste Sprosse sichtbar \u2013 das fertige Urteil. Die Auswahl der Beobachtungen und die gedanklichen Zwischenschritte bleiben verborgen. Eine faire \u00dcberpr\u00fcfung muss deshalb die Leiter wieder hinuntersteigen:<\/strong> <em>Welche konkreten Beobachtungen tragen welche Aussage?<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum werden Mitarbeitende beim Abgang manchmal abgestraft?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jedes schwache Zeugnis ist eine bewusste Strafe. Manchmal sind schlechte Vorlagen, Zeitdruck, mangelnde Schulung oder sprachliche Ungeschicklichkeit die einfachere Erkl\u00e4rung. Wo sich eine Beurteilung beim Austritt auff\u00e4llig verschlechtert, kommen jedoch mehrere psychologische und organisationale Mechanismen infrage.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Der Austritt ver\u00e4ndert das Macht- und Beziehungsgef\u00fcge<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Anstellung verf\u00fcgt die F\u00fchrung \u00fcber Aufgaben, Einsatzplanung, Entwicklungsm\u00f6glichkeiten und Bewertung. Mit der K\u00fcndigung entzieht sich die mitarbeitende Person dieser dauerhaften Verf\u00fcgung. Das kann \u2013 besonders bei stark kontrollorientierter F\u00fchrung \u2013 als Statusverlust erlebt werden. Das Zeugnis bleibt dann eines der letzten Instrumente, mit denen Macht ausge\u00fcbt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist eine m\u00f6gliche organisationspsychologische Deutung, aber keine rechtliche Feststellung. Aus einer zeitlichen Verschlechterung allein l\u00e4sst sich nicht sicher auf eine Vergeltungsmotivation schliessen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. K\u00fcndigung wird als Illoyalit\u00e4t oder Zur\u00fcckweisung erlebt<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitsvertr\u00e4ge bestehen nicht nur aus juristischen Pflichten. Es gibt auch einen <strong>psychologischen Vertrag: unausgesprochene Erwartungen an Loyalit\u00e4t, Dankbarkeit, Verf\u00fcgbarkeit und Gegenseitigkeit. Wird eine K\u00fcndigung emotional als Verletzung dieses Vertrags interpretiert, k\u00f6nnen Entt\u00e4uschung, \u00c4rger oder das Gef\u00fchl des Verrats entstehen (<\/strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5465\/amr.1997.9707180265\"><strong>Morrison &amp; Robinson, 1997<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zu K\u00fcndigungsstilen zeigt, dass die Art eines Abgangs die emotionalen Reaktionen von Vorgesetzten beeinflussen kann (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/27336909\/\"><strong>Klotz &amp; Bolino, 2016<\/strong><\/a><strong>). Das beweist nicht, dass schlechte Zeugnisse regelm\u00e4ssig Vergeltung sind. Es erkl\u00e4rt aber, weshalb der Moment des Abschieds eine zuvor stabilere Leistungswahrnehmung ver\u00e4ndern kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Aus einem Mitglied wird ein Aussenseiter<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer geht, geh\u00f6rt nicht mehr vollst\u00e4ndig zur Gruppe. Fr\u00fchere Loyalit\u00e4t wird neu gelesen, kritische \u00c4usserungen erscheinen m\u00f6glicherweise verd\u00e4chtiger und gute Leistungen werden als weniger organisationsdienlich erinnert. Die soziale Kategorisierung kann die Bewertung beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Kognitive Dissonanz wird reduziert<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abgang einer leistungsf\u00e4higen Person kann eine unangenehme Frage ausl\u00f6sen: <em>Weshalb will sie uns verlassen?<\/em> <strong>Eine psychologisch einfache Entlastung lautet:<\/strong> <em>So gut war sie ohnehin nicht.<\/em> <strong>Durch nachtr\u00e4gliche Abwertung kann eine Organisation ihr Selbstbild sch\u00fctzen und eigene Vers\u00e4umnisse weniger stark pr\u00fcfen. Ob dies im Einzelfall tats\u00e4chlich geschehen ist, muss anhand konkreter Umst\u00e4nde beurteilt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Das \u00abM\u00e4rkliheft\u00bb wird eingel\u00f6st<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinem <strong><a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/das-maerkliheft-prinzip-nach-zingg\/\" data-type=\"post\" data-id=\"2520\">M\u00e4rkliheft-Prinzip<\/a> beschreibe ich, wie unausgesprochene Kr\u00e4nkungen, Irritationen und Vorbehalte innerlich gesammelt werden. Am Schluss werden die Marken eingel\u00f6st. Was w\u00e4hrend Monaten nie klar angesprochen, dokumentiert oder gemeinsam bearbeitet wurde, erscheint pl\u00f6tzlich in konzentrierter Form im Zeugnis.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist f\u00fchrungsethisch besonders problematisch. Ein Arbeitszeugnis sollte keine nachtr\u00e4gliche Ersatzhandlung f\u00fcr unterlassene F\u00fchrungsgespr\u00e4che sein. Wer Leistung als ungen\u00fcgend erlebt, sollte zeitnahe R\u00fcckmeldung, \u00fcberpr\u00fcfbare Beispiele und eine reale M\u00f6glichkeit zur Entwicklung geben. <strong>Der Austritt ist zu sp\u00e4t f\u00fcr Feedback, das w\u00e4hrend der Anstellung nie gegeben wurde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtlich folgt daraus allerdings nicht automatisch, dass jede erstmals im Schlusszeugnis erw\u00e4hnte negative Beurteilung unzul\u00e4ssig w\u00e4re. Entscheidend sind unter anderem Wahrheit, Vollst\u00e4ndigkeit, Wesentlichkeit, Nachweisbarkeit und die Frage, ob die Aussage ein zutreffendes Gesamtbild vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Die Organisation verteidigt ihre Erz\u00e4hlung<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Konflikten entstehen konkurrierende Geschichten. Die eine Seite erz\u00e4hlt von Einsatz, Loyalit\u00e4t und erschwerten Bedingungen; die andere von begrenzter Leistung oder schwierigem Verhalten. Weil der Arbeitgeber den offiziellen Text verfasst, kann seine Version institutionellen Charakter annehmen. Aus einer Perspektive wird ein Dokument \u2013 und aus dem Dokument scheinbar die Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit schliesst sich der Kreis zu meinem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/macht-und-status-die-unsichtbaren-kraefte\/\"><strong>Macht und Status \u2013 die unsichtbaren Kr\u00e4fte<\/strong><\/a><strong>. Macht zeigt sich nicht nur darin, wer entscheiden darf. Sie zeigt sich auch darin, wessen Sprache aktenkundig wird und wessen Sicht erkl\u00e4rt, bewiesen oder verteidigt werden muss.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was sagt ein Zeugnis \u00fcber den Arbeitgeber und den Verfasser aus?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Arbeitszeugnis soll in erster Linie etwas \u00fcber die besch\u00e4ftigte Person aussagen. Zugleich kann es indirekte Hinweise auf die ausstellende Organisation geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kann Hinweise darauf geben,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf wie sorgf\u00e4ltig Aufgaben und Leistungen dokumentiert werden,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob F\u00fchrung zwischen einzelnen Ereignissen und einer Gesamtbeurteilung unterscheiden kann,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob fr\u00fchere R\u00fcckmeldungen und sp\u00e4tere Aussagen konsistent sind,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob klare Sprache oder mehrdeutige Andeutungen verwendet werden,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob Kritik rechtzeitig ausgesprochen oder erst beim Austritt deponiert wird,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob begr\u00fcndete Einw\u00e4nde gepr\u00fcft und nachvollziehbar beantwortet werden,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ob ein scheidender Mensch weiterhin mit W\u00fcrde behandelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch hier gilt wissenschaftliche Zur\u00fcckhaltung: Ein einzelnes misslungenes Zeugnis erlaubt keine sichere Pers\u00f6nlichkeitsdiagnose des Verfassers und keine abschliessende Diagnose der gesamten Unternehmenskultur. Es kann auf Zeitdruck, fehlende Kompetenz, eine schlechte Vorlage oder eine ungen\u00fcgende interne Abstimmung zur\u00fcckgehen. Aussagekr\u00e4ftiger ist das <strong>Muster des Umgangs: Wird ein konkreter Fehler korrigiert? Werden Abweichungen von fr\u00fcheren Beurteilungen begr\u00fcndet? Gibt es ein faires Verfahren? Oder wird jede R\u00fcckfrage als Angriff behandelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zur organisationalen Gerechtigkeit unterscheidet vier Ebenen: die Fairness des Ergebnisses, die Fairness des Verfahrens, die respektvolle zwischenmenschliche Behandlung und die Qualit\u00e4t der Erkl\u00e4rungen. Alle vier beeinflussen, ob Entscheidungen als gerecht erlebt werden (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11419803\/\"><strong>Colquitt et al., 2001<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Arbeitgeber zeigt seine Kultur daher nicht nur durch die Note im Zeugnis, sondern auch dadurch, <strong>wie er zu dieser Note gelangt und wie er mit begr\u00fcndeter Kritik daran umgeht. Eine faire Korrektur ist kein Gesichtsverlust. Sie kann Ausdruck von Qualit\u00e4tsmanagement sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die geheime Sprache der Zeugnisse: Gibt es Codes?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schweizer Recht verlangt f\u00fcr Arbeitszeugnisse grunds\u00e4tzlich klare, verst\u00e4ndliche und eindeutige Formulierungen. Mehrdeutige Formulierungen und versteckte Botschaften sind problematisch und k\u00f6nnen unzul\u00e4ssig sein. Das <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/de\/faq-arbeitszeugnis\"><strong>Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO<\/strong><\/a> <strong>h\u00e4lt fest, dass zweideutige Formulierungen und sogenannte Codierungen nicht zul\u00e4ssig sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem hat sich in der Praxis eine ritualisierte Zeugnissprache entwickelt. Bestimmte Zufriedenheitsformeln werden von vielen Personalverantwortlichen wie Noten gelesen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|H\u00e4ufige Formulierung &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|\u00dcbliche Lesart in der Praxis &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00abstets zu unserer vollsten Zufriedenheit\u00bb&nbsp; <br>|sehr gut &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00abstets zu unserer vollen Zufriedenheit\u00bb&nbsp; &nbsp; <br>|gut&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00abzu unserer vollen Zufriedenheit\u00bb&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|durchschnittlich bis befriedigend&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00abzu unserer Zufriedenheit\u00bb &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|eher schwach beziehungsweise gen\u00fcgend&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00abbem\u00fchte sich, die \u00fcbertragenen Aufgaben \u2026\u00bb<br>|Einsatz behauptet, Erfolg infrage gestellt &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|\u00absein Verhalten war korrekt\u00bb &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|minimale, m\u00f6glicherweise distanzierte Bewertung<br><br>Die Formulierung &#8222;Dieses Zeugnis enth\u00e4lt keine codierten Beurteilungen&#8220; oder \u00e4hnlich dient meist eher der Beruhigung des scheidenden Mitarbeiters als es eine klare Anweisung an zuk\u00fcnftige Arbeitgeber und dessen Interpretation des Zeugnisses darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Tabelle ist <strong>keine amtliche Schweizer Notenskala und kein Gesetz. Gerichte beurteilen ein Zeugnis nicht ausschliesslich durch mechanisches \u00dcbersetzen einzelner Adjektive. Massgebend sind regelm\u00e4ssig Gesamttext, Funktion, Branche, tats\u00e4chliche Leistungen, fr\u00fchere Beurteilungen und Beweise. Die konkrete rechtliche W\u00fcrdigung h\u00e4ngt vom Einzelfall und \u2013 bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen \u2013 zus\u00e4tzlich vom anwendbaren Personalrecht und Verfahren ab.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinem eigenen Fall standen unter anderem die Formulierungen \u00abMit seinen Leistungen waren wir zufrieden\u00bb und \u00abweitgehend engagiert\u00bb zur Diskussion. F\u00fcr sich allein beweisen diese Worte weder b\u00f6se Absicht noch eine rechtswidrige Bestrafung. In der \u00fcblichen Zeugnissprache erzeugen sie jedoch einen deutlich zur\u00fcckhaltenden Eindruck. Entscheidend ist deshalb der nachweisbare Widerspruch zu fr\u00fcheren positiven Leistungssignalen und die Frage, ob dieser Unterschied sachlich erkl\u00e4rt werden kann. Gerade daran zeigt sich: Nicht der Wunsch nach einem sch\u00f6neren Adjektiv ist der Kern des Konflikts, sondern die <strong>Konsistenz zwischen gelebter, dokumentierter und schliesslich formulierter Beurteilung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Auslassungen k\u00f6nnen eine Wirkung entfalten. Fehlt in einem Vollzeugnis die Leistungs- oder Verhaltensbeurteilung, ist es in der Regel unvollst\u00e4ndig. Fehlen dagegen Dank, Bedauern oder Zukunftsw\u00fcnsche, kann dies in der Praxis k\u00fchl wirken; ein allgemeiner rechtlicher Anspruch auf eine solche Schlussformel besteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nicht (<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2021\/07\/22\/wir-bedauern-das-ausscheiden-bedauernsbekundungen-im-arbeitszeugnis\/\"><strong>BGer 4C.36\/2004, Zusammenfassung<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das eigentliche Problem ist deshalb weniger ein geheimer Katalog als die <strong>diskrete Abstufung durch Auswahl, Verst\u00e4rker und Weglassungen. Ein einziges fehlendes \u00abstets\u00bb kann die praktische Lesart ver\u00e4ndern, obwohl die Formulierung f\u00fcr Laien freundlich klingt. Ob daraus eine rechtlich relevante Unrichtigkeit folgt, l\u00e4sst sich jedoch nur im Gesamtzusammenhang beurteilen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was verlangt das Schweizer Recht?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die rechtliche Beurteilung h\u00e4ngt zun\u00e4chst davon ab, ob ein <strong>privatrechtliches oder ein \u00f6ffentlich-rechtliches Arbeitsverh\u00e4ltnis vorliegt. Die folgenden Ausf\u00fchrungen zu Art. 330a OR betreffen grunds\u00e4tzlich privatrechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstellungen k\u00f6nnen andere gesetzliche Grundlagen, Zust\u00e4ndigkeiten, Verfahren und Fristen gelten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Privatrechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr privatrechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse bildet <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_330_a\"><strong>Art. 330a des Obligationenrechts<\/strong><\/a> <strong>die Grundlage. Arbeitnehmende k\u00f6nnen jederzeit ein Zeugnis verlangen, das sich \u00fcber Art und Dauer des Arbeitsverh\u00e4ltnisses sowie \u00fcber Leistung und Verhalten ausspricht. Auf besonderes Verlangen ist eine blosse Arbeitsbest\u00e4tigung auszustellen, die sich auf Art und Dauer beschr\u00e4nkt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Rechtsprechung und der <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/de\/faq-arbeitszeugnis\"><strong>SECO-\u00dcbersicht<\/strong><\/a> <strong>muss ein Vollzeugnis insbesondere:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf <strong>wahr<\/strong> sein,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf <strong>vollst\u00e4ndig<\/strong> sein,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf <strong>klar und verst\u00e4ndlich<\/strong> formuliert sein,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf das berufliche Fortkommen f\u00f6rdern, soweit dies mit der Wahrheit vereinbar ist,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf die wesentlichen tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Funktionen abbilden,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Leistung und Verhalten aussagekr\u00e4ftig beurteilen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf frei von versteckten Codes sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Grunds\u00e4tze werden in der Praxis h\u00e4ufig als Wahrheits-, Vollst\u00e4ndigkeits-, Klarheits- und Wohlwollensgrunds\u00e4tze zusammengefasst. Sie stehen jedoch nicht v\u00f6llig unabh\u00e4ngig voneinander: Das berufliche Fortkommen soll gef\u00f6rdert werden, soweit dies mit einer wahrheitsgem\u00e4ssen und vollst\u00e4ndigen Darstellung vereinbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesgericht betont, dass ein Vollzeugnis sowohl Leistung als auch Verhalten erfassen muss (<a href=\"https:\/\/relevancy.bger.ch\/cgi-bin\/JumpCGI?id=BGE-129-III-177&amp;lang=de\"><strong>BGE 129 III 177<\/strong><\/a><strong>). Der Grundsatz des Wohlwollens steht dabei nicht \u00fcber der Wahrheit. Wesentliche negative Tatsachen d\u00fcrfen nicht verschwiegen werden, wenn ihr Weglassen ein falsches Gesamtbild erg\u00e4be; isolierte Bagatellen und einmalige, nicht charakteristische Vorf\u00e4lle geh\u00f6ren hingegen in der Regel nicht in das Zeugnis (<\/strong><a href=\"https:\/\/relevancy.bger.ch\/cgi-bin\/JumpCGI?id=BGE-136-III-510&amp;lang=de\"><strong>BGE 136 III 510<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00d6ffentlich-rechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Bund, Kantonen, Gemeinden und \u00f6ffentlich-rechtlichen Institutionen richtet sich der Zeugnisanspruch nicht ohne Weiteres nach Art. 330a OR. Massgebend k\u00f6nnen insbesondere das jeweilige Personalgesetz, Personalreglement, Ausf\u00fchrungsbestimmungen, der Arbeitsvertrag sowie gegebenenfalls besondere Verfahrens- und Rechtsschutzbestimmungen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vielen \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen kann ein Zeugnis oder eine Arbeitsbest\u00e4tigung ebenfalls vorgesehen sein. Inhalt, Zust\u00e4ndigkeit, Verfahren und Rechtsmittel m\u00fcssen jedoch anhand der konkreten Rechtsgrundlage gepr\u00fcft werden. Je nach Ausgestaltung kann eine Auseinandersetzung \u00fcber den Inhalt als personalrechtliche Streitigkeit, als anfechtbare Verf\u00fcgung oder in einer anderen verfahrensrechtlichen Form zu behandeln sein. Eine pauschale \u00dcbertragung der privatrechtlichen Regeln und Fristen w\u00e4re deshalb riskant.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kein Anspruch auf jedes Wunschwort<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anspruch auf ein richtiges Zeugnis ist nicht gleichbedeutend mit einem Anspruch auf jede selbst vorgeschlagene Formulierung. Im privatrechtlichen Bereich bleibt dem Arbeitgeber innerhalb der rechtlichen Grenzen ein Spielraum bei Wortwahl und Aufbau. Das Bundesgericht hat diesen Formulierungsspielraum best\u00e4tigt (<a href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F10-06-2014-4A-137-2014&amp;lang=de&amp;type=show_document\"><strong>BGer 4A_137\/2014<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im \u00f6ffentlich-rechtlichen Bereich kann ein Beurteilungs- und Formulierungsspielraum bestehen. Seine Grenzen ergeben sich dort jedoch aus dem anwendbaren Personalrecht, den allgemeinen Rechtsgrunds\u00e4tzen und gegebenenfalls den Anforderungen an eine Verf\u00fcgung oder an ein Verwaltungsverfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb ist eine Korrekturforderung st\u00e4rker, wenn sie nicht bloss lautet: <em>Ich m\u00f6chte ein besseres Adjektiv<\/em><strong>, sondern:<\/strong> <em>Diese Gesamtbewertung widerspricht folgenden dokumentierten Tatsachen und fr\u00fcheren Beurteilungen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Krankheit und l\u00e4ngere Abwesenheit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Krankheit geh\u00f6rt nicht automatisch in ein Arbeitszeugnis. War eine Abwesenheit im Verh\u00e4ltnis zur gesamten Anstellungsdauer jedoch so erheblich, dass ihr Verschweigen einen falschen Eindruck \u00fcber die tats\u00e4chlich erworbene Berufserfahrung erzeugen w\u00fcrde, kann eine Erw\u00e4hnung rechtlich zul\u00e4ssig oder erforderlich sein. Das Bundesgericht bejahte dies in einem Fall, in dem die Abwesenheit ann\u00e4hernd die H\u00e4lfte der Anstellungszeit ausmachte (<a href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-345%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document&amp;zoom=\"><strong>BGE 144 II 345<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus folgt aber <strong>kein Freipass, Krankheit als mangelnde Leistung oder mangelnde Loyalit\u00e4t zu werten. Entscheidend bleiben Relevanz, Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit und ein wahrheitsgem\u00e4sses Gesamtbild. Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen sind zus\u00e4tzlich die einschl\u00e4gigen personalrechtlichen und datenschutzrechtlichen Vorgaben zu beachten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Frist<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr privatrechtliche Anspr\u00fcche auf Ausstellung oder Berichtigung eines Arbeitszeugnisses wird grunds\u00e4tzlich von einer zehnj\u00e4hrigen Verj\u00e4hrungsfrist ausgegangen (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade%3Aregeste&amp;lang=de&amp;type=show_document\"><strong>BGE 147 III 78<\/strong><\/a><strong>). Diese Aussage betrifft nicht ohne Weiteres \u00f6ffentlich-rechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Dort k\u00f6nnen spezialgesetzliche Fristen, Verwirkungsfristen oder Rechtsmittelfristen gelten, die deutlich k\u00fcrzer sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Praktisch sollte niemand unn\u00f6tig lange warten. Erinnerungen verblassen, F\u00fchrungspersonen wechseln, Unterlagen verschwinden und das Zeugnis wird gerade am Anfang der Stellensuche ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Achtung: \u00f6ffentlich-rechtliche Anstellung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SECO-Informationen beziehen sich in erster Linie auf privatrechtliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Bei Bund, Kantonen, Gemeinden und \u00f6ffentlich-rechtlichen Institutionen k\u00f6nnen Personalrecht, zust\u00e4ndige Instanzen, Verfahrensformen und Rechtsmittelfristen anders geregelt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist auch in meinem eigenen Fall entscheidend: Er betrifft einen \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitgeber. Deshalb darf der privatrechtliche Weg \u00fcber die arbeitsrechtliche Schlichtungsstelle nicht ungepr\u00fcft \u00fcbernommen werden. Es muss gekl\u00e4rt werden, welche interne \u00dcberpr\u00fcfung vorgesehen ist, ob eine anfechtbare Verf\u00fcgung verlangt werden muss und welches Rechtsmittel innert welcher Frist zur Verf\u00fcgung steht. Gerade hier lohnt sich fr\u00fch eine Beratung durch Berufsverband, Rechtsschutz oder eine im \u00f6ffentlichen Personalrecht erfahrene Fachperson.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Recht haben und Recht bekommen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Satz \u00ab<strong>Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge<\/strong>\u00bb trifft beim Arbeitszeugnis einen empfindlichen Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im privatrechtlichen Verh\u00e4ltnis sitzt der Arbeitgeber zun\u00e4chst tats\u00e4chlich am l\u00e4ngeren Hebel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Er verfasst die erste Fassung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Er verf\u00fcgt \u00fcber Personalakten und interne Kommunikationswege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Seine Version erscheint auf offiziellem Papier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Die angestellte Person ben\u00f6tigt das Dokument oft unter Zeitdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Sie muss erkl\u00e4ren, weshalb sie eine bessere Bewertung verlangt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Ein Verfahren kostet Energie, Zeit und unter Umst\u00e4nden Geld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber der Hebel ist nicht unbegrenzt. Auch ein privatrechtlicher Arbeitgeber ist an die gesetzlichen Zeugnisgrunds\u00e4tze gebunden. Er darf keine beliebige Charaktererz\u00e4hlung erstellen. Gerichte k\u00f6nnen unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Ausstellung oder Berichtigung anordnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Beweislast gilt f\u00fcr privatrechtliche Streitigkeiten vereinfacht: Wer eine \u00fcberdurchschnittliche Bewertung verlangt, muss die daf\u00fcr sprechenden Tatsachen grunds\u00e4tzlich darlegen und beweisen. Der Arbeitgeber muss seinerseits konkrete negative oder unterdurchschnittliche Aussagen sachlich vertreten k\u00f6nnen. Die genaue Beweislastverteilung und die Anforderungen an den Beweis h\u00e4ngen vom konkreten Streitpunkt ab. Ein Z\u00fcrcher Arbeitsgericht hat diese Grunds\u00e4tze 2026 anschaulich dargestellt: Der Arbeitgeber besitzt zwar einen Beurteilungs- und Formulierungsspielraum; das Gericht greift aber ein, wenn Tatsachen falsch sind oder der Spielraum objektiv \u00fcberschritten beziehungsweise missbr\u00e4uchlich genutzt wird (<a href=\"https:\/\/www.gerichte-zh.ch\/fileadmin\/user_upload\/entscheide\/oeffentlich\/AH250019-L2.pdf\"><strong>Arbeitsgericht Z\u00fcrich, AH250019-L2<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen gelten diese Aussagen nicht automatisch in derselben Form. Dort k\u00f6nnen andere Regeln zur Beweislast, zur \u00dcberpr\u00fcfungsdichte, zur Zust\u00e4ndigkeit und zum Verfahren gelten. Das anwendbare Personalrecht ist deshalb zuerst zu bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders wichtig sind fr\u00fchere Zwischenzeugnisse und schriftliche Leistungsbeurteilungen. Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, dass ein Schlusszeugnis nicht ohne erheblich ver\u00e4nderte Umst\u00e4nde oder den Nachweis eines fr\u00fcheren Fehlers wesentlich schlechter als ein zeitnahes Zwischenzeugnis ausfallen darf. Ein F\u00fchrungswechsel oder ein neues Bewertungsverfahren gen\u00fcgt daf\u00fcr nicht von selbst (<a href=\"https:\/\/entscheidsuche.ch\/docs\/CH_BVGer\/CH_BVGE_001_A-3067-2023_2024-02-29.pdf\"><strong>BVGer A-3067\/2023<\/strong><\/a><strong>). Diese Entscheidung betrifft ein \u00f6ffentlich-rechtliches Arbeitsverh\u00e4ltnis und sollte nicht schematisch auf alle privatrechtlichen F\u00e4lle \u00fcbertragen werden. Sie zeigt aber, dass fr\u00fchere Beurteilungen und ver\u00e4nderte Umst\u00e4nde rechtlich relevant sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine schriftlich mit \u00abguten Leistungen und grossem Einsatz\u00bb begr\u00fcndete Lohnerh\u00f6hung ist deshalb ein relevantes Indiz. Sie erzwingt nicht automatisch die Formulierung \u00abstets hervorragend\u00bb. Sie macht aber eine sp\u00e4tere deutlich schw\u00e4chere Gesamtwertung erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig \u2013 vor allem, wenn keine zeitnahe gegenteilige Leistungsbeurteilung oder Verwarnung vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wird das Zeugnis noch schlechter, wenn man widerspricht?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diese Sorge ist real. Sie ber\u00fchrt das Forschungsfeld Employee Voice und Organizational Silence: Menschen schweigen oft nicht, weil sie zustimmen, sondern weil sie Nachteile, Beziehungssch\u00e4den oder Aussichtslosigkeit bef\u00fcrchten. <\/strong><br><strong>Morrison und Milliken beschreiben organisationales Schweigen als kollektiv erzeugte Zur\u00fcckhaltung relevanter Informationen \u2013 beg\u00fcnstigt durch Machtunterschiede und die \u00dcberzeugung, Widerspruch sei riskant oder wirkungslos (<\/strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5465\/amr.2000.3707697\"><strong>Morrison &amp; Milliken, 2000<\/strong><\/a><strong>).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtlich darf ein Arbeitgeber eine berechtigte Korrekturforderung nicht mit einer unbegr\u00fcndeten Verschlechterung beantworten. Er bleibt an dieselben Zeugnisgrunds\u00e4tze gebunden. Praktisch kann Beharren jedoch Abwehr ausl\u00f6sen: Die andere Seite f\u00fchlt sich angegriffen, verteidigt den urspr\u00fcnglichen Text und sucht nach zus\u00e4tzlicher Rechtfertigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus folgt weder, dass man schweigen sollte, noch, dass jede Versch\u00e4rfung automatisch rechtswidrig w\u00e4re. Eine neue Fassung darf objektive Fehler korrigieren oder inzwischen nachgewiesene wesentliche Tatsachen ber\u00fccksichtigen. Auff\u00e4llig w\u00e4re hingegen eine Verschlechterung, die erst nach dem Widerspruch auftaucht und nicht mit neuen, belegbaren Umst\u00e4nden erkl\u00e4rt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen ist zus\u00e4tzlich zu pr\u00fcfen, ob die \u00c4nderung in einer Verf\u00fcgung oder einem anderen formellen Verfahren erfolgt und welche Begr\u00fcndungs- und Rechtsschutzanforderungen gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf jede Version mit Begleitschreiben und Datum aufbewahren,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf m\u00f6glichst schriftlich kommunizieren,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf konkrete Textstellen statt die Person des Verfassers kritisieren,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Belege beif\u00fcgen oder geordnet anbieten,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf eine sachliche Frist setzen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf keine \u00f6ffentlichen Drohungen mit der Korrekturforderung vermischen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf bei einer nachtr\u00e4glichen Verschlechterung beide Fassungen juristisch pr\u00fcfen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diplomatie ist dabei kein Verzicht auf Klarheit. Der wirksame Ton lautet nicht: <em>Sie bestrafen mich und l\u00fcgen<\/em><strong>, sondern beispielsweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie Gesamtbeurteilung erscheint mir mit den dokumentierten R\u00fcckmeldungen w\u00e4hrend der Anstellung nicht vereinbar. Ich ersuche deshalb um \u00dcberpr\u00fcfung und um eine sachlich konsistente Neufassung. Als Belege nenne ich \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein solcher Satz h\u00e4lt die T\u00fcr zum Dialog offen, ohne das eigene Recht preiszugeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie l\u00e4sst sich ein ungerechtes Zeugnis praktisch anfechten?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Zuerst den ganzen Text pr\u00fcfen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur auf einzelne Codew\u00f6rter achten. Stimmen Eintritts- und Austrittsdatum, Besch\u00e4ftigungsgrad, Funktionen, Verantwortungsbereiche, besondere Aufgaben, Leistung, Verhalten und Beendigungsform? Entsteht ein konsistentes Gesamtbild?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen sollte zus\u00e4tzlich gepr\u00fcft werden, ob das Dokument als Zeugnis, Arbeitsbest\u00e4tigung, Verf\u00fcgung oder in einer anderen Form erlassen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Beanstandungen genau bezeichnen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDas Zeugnis ist unfair\u00bb ist menschlich verst\u00e4ndlich, aber schwer bearbeitbar. <br>Wirksamer ist eine Tabelle mit:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|Bestehende Passage &nbsp; <br>|Problem&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|Beleg&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; <br>|gew\u00fcnschte sachliche Korrektur &nbsp; &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">|konkrete Formulierung<br>|Widerspruch, Auslassung oder Mehrdeutigkeit<br>|Beurteilung, E-Mail, Einsatzplan usw.<br>|Ersatzsatz oder verlangtes Ergebnis<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber muss nicht zwingend genau den vorgeschlagenen Satz \u00fcbernehmen. Ein konkreter Vorschlag zwingt ihn aber dazu, sich mit dem tats\u00e4chlichen Streitpunkt auseinanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Beweise sichern<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00fctzlich sind insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Zwischenzeugnisse und fr\u00fchere Schlusszeugnisse,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Mitarbeiter- und Zielgespr\u00e4che,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf schriftlich begr\u00fcndete Lohnerh\u00f6hungen oder Leistungspr\u00e4mien,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf E-Mails mit Anerkennung oder erweiterten Auftr\u00e4gen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Einsatzpl\u00e4ne, Zusatzdienste und dokumentiertes Einspringen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Projektresultate und selbst entwickelte Arbeitsinstrumente,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Ausbildungs-, Lernenden- und Fachverantwortung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Stellenbeschreibung und Nachweise der tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Aufgaben,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf dokumentierte R\u00fcckmeldungen von berechtigten Bezugspersonen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gesundheitswesen m\u00fcssen dabei Datenschutz, Schweigepflicht und Patientengeheimnis strikt gewahrt bleiben. Klinische Inhalte geh\u00f6ren nicht als Beweis in ein frei zirkulierendes Dossier.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Schriftliche Berichtigung verlangen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Begehren sollte h\u00f6flich, klar und nachweisbar zugestellt werden. Eine angemessene Antwortfrist \u2013 h\u00e4ufig zehn bis vierzehn Tage \u2013 schafft Verbindlichkeit, ist aber nicht in jedem Fall eine gesetzliche Frist. Das Schreiben sollte nicht k\u00fcnstliche Aufwertung verlangen, sondern Wahrheit, Vollst\u00e4ndigkeit und Konsistenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitgebern sollte das Schreiben gegebenenfalls ausdr\u00fccklich als Gesuch um \u00dcberpr\u00fcfung oder als personalrechtliche Eingabe bezeichnet werden. Ob eine bestimmte Form erforderlich ist, h\u00e4ngt vom anwendbaren Recht ab.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Interne Eskalation nutzen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls die direkte F\u00fchrung nicht reagiert oder selbst Teil des Konflikts ist, kommen HR, n\u00e4chsth\u00f6here F\u00fchrung, Direktion oder eine interne Rechtsstelle infrage. Dabei sollte jede Stufe dieselbe n\u00fcchterne Dokumentation erhalten.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Die richtige Rechtsroute w\u00e4hlen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem <strong>privatrechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnis beginnt ein arbeitsrechtlicher Streit in der Regel bei der kantonal zust\u00e4ndigen Schlichtungsbeh\u00f6rde. Im Kanton St. Gallen bestehen daf\u00fcr<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.sg.ch\/recht\/gerichte\/organisation---standorte\/schlichtungsstellen-und-vermittlungsaemter\/schlichtungsstellen-fuer-arbeitsverhaeltnisse.html\"><strong>Schlichtungsstellen f\u00fcr Arbeitsverh\u00e4ltnisse<\/strong><\/a><strong>. Kommt keine Einigung zustande, kann eine Klage auf Ausstellung oder Berichtigung folgen. Ob und in welcher Form ein bestimmtes Verfahren einzuleiten ist, h\u00e4ngt vom Streitgegenstand und den kantonalen Zust\u00e4ndigkeitsregeln ab.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem <strong>\u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnis m\u00fcssen dagegen das anwendbare Personalrecht, die zust\u00e4ndige verf\u00fcgende Beh\u00f6rde und die meist k\u00fcrzeren Rechtsmittelfristen gepr\u00fcft werden. Hier ist der Gang zur zivilrechtlichen Schlichtungsstelle m\u00f6glicherweise falsch. Je nach Rechtsgrundlage kann zun\u00e4chst eine interne \u00dcberpr\u00fcfung, ein Einspracheverfahren, eine Verf\u00fcgung oder unmittelbar ein verwaltungsrechtliches Rechtsmittel erforderlich sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>7. Kosten und Nutzen realistisch abw\u00e4gen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vereinfachten Zivilverfahren bis zu einem Streitwert von 30\u2019000 Franken werden grunds\u00e4tzlich keine Gerichtskosten erhoben; dennoch k\u00f6nnen eigene Anwaltskosten, eine m\u00f6gliche Parteientsch\u00e4digung und der pers\u00f6nliche Aufwand bleiben. Die Einzelheiten ergeben sich aus der <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/2010\/262\/de\"><strong>Schweizerischen Zivilprozessordnung<\/strong><\/a><strong>. Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Verfahren gelten wiederum andere Regeln; dort k\u00f6nnen Geb\u00fchren, Kostenrisiken und Entsch\u00e4digungsfolgen vom anwendbaren Verfahrensrecht abh\u00e4ngen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>8. Nicht nur \u00abgewinnen\u00bb, sondern ein brauchbares Ergebnis definieren<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel kann unterschiedlich sein:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf ein vollst\u00e4ndiges und ausgewogenes Vollzeugnis,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf die Korrektur einzelner objektiv falscher Passagen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf die Angleichung an dokumentierte fr\u00fchere Beurteilungen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf zus\u00e4tzlich eine neutrale Arbeitsbest\u00e4tigung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf eine einvernehmliche Formulierung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf oder die gerichtliche beziehungsweise beh\u00f6rdliche Kl\u00e4rung einer beruflich erheblichen Abwertung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sein Mindestziel kennt, kann konsequenter und zugleich beweglicher verhandeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie gehe ich mit einem schlechten Zeugnis bei Bewerbungen um?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein problematisches Zeugnis kann belasten, aber es muss nicht die gesamte Bewerbung dominieren.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Niemals selbst ver\u00e4ndern<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Zeugnis darf weder sprachlich noch grafisch eigenm\u00e4chtig \u00abverbessert\u00bb werden. Das w\u00fcrde die eigene Glaubw\u00fcrdigkeit gef\u00e4hrden und kann rechtliche Folgen haben.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Arbeitsbest\u00e4tigung verlangen<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich zum Vollzeugnis kann eine Arbeitsbest\u00e4tigung sinnvoll sein. Sie nennt Funktion und Dauer, enth\u00e4lt aber keine Leistungs- und Verhaltensbewertung. Im privatrechtlichen Bereich ist eine solche Best\u00e4tigung in Art. 330a OR ausdr\u00fccklich vorgesehen. Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitgebern sollte gepr\u00fcft werden, ob und in welcher Form ein entsprechender Anspruch nach dem anwendbaren Personalrecht besteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeitsbest\u00e4tigung beseitigt das Problem nicht vollst\u00e4ndig \u2013 das Fehlen des Vollzeugnisses kann Fragen ausl\u00f6sen \u2013, bietet aber eine wahrheitsgem\u00e4sse Alternative.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Dossier verbreitern<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fchere gute Zeugnisse, Zwischenzeugnisse, Weiterbildung, Referenzpersonen, konkrete Projektleistungen und nachvollziehbare Berufserfahrung relativieren ein einzelnes Dokument. Wer \u00fcber Jahrzehnte verschiedene Funktionen erfolgreich ausge\u00fcbt hat, ist nicht plausibel durch einen einzigen Absatz abschliessend beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Im Gespr\u00e4ch kurz und ruhig bleiben<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Frage kommt, gen\u00fcgt eine knappe, nicht anklagende Einordnung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie Formulierung des Schlusszeugnisses ist noch Gegenstand einer sachlichen Kl\u00e4rung, weil sie aus meiner Sicht nicht mit mehreren dokumentierten Leistungsr\u00fcckmeldungen \u00fcbereinstimmt. Gerne nenne ich Ihnen konkrete Referenzpersonen und Beispiele meiner Arbeit.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine lange Konflikterz\u00e4hlung geh\u00f6rt nicht ins erste Bewerbungsgespr\u00e4ch. Der k\u00fcnftige Arbeitgeber soll erkennen, dass man Widerspr\u00fcche anspricht, ohne die fr\u00fchere Organisation abzuwerten.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geeignete Referenzen w\u00e4hlen<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders wertvoll sind Personen, die die tats\u00e4chliche Arbeit \u00fcber l\u00e4ngere Zeit beobachtet haben und differenziert Auskunft geben k\u00f6nnen. Eine einzige formale Hierarchiestufe ist nicht automatisch die beste Beobachtungsquelle.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Den eigenen inneren Massstab sch\u00fctzen<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das vielleicht Schwierigste ist, das Zeugnis nicht zu verinnerlichen. Ein unfair erlebter Text kann Scham, Wut, Gr\u00fcbeln und Selbstzweifel ausl\u00f6sen. Dann droht ein \u00e4usseres Urteil zum inneren Selbstgespr\u00e4ch zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man darf pr\u00fcfen, lernen und auch eigene Fehler anerkennen. Aber man muss eine fremde Verk\u00fcrzung nicht zur eigenen Identit\u00e4t machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Meine M\u00f6biusschleife: Wie aus Wahrnehmung berufliche Wirklichkeit wird<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meiner <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/die-moebiusschleife-des-menschlichen-verbindet-kommunikation-gruppendynamik-psychologie-und-systemdenken\/\"><strong>M\u00f6biusschleife des Menschlichen<\/strong><\/a> <strong>sind Wahrnehmung, Kommunikation, Beziehung, Gruppendynamik, Strukturen und Handlungen miteinander verbunden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Arbeitszeugnis zeigt diesen Kreislauf besonders deutlich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Eine F\u00fchrungsperson nimmt ausgew\u00e4hlte Ereignisse wahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Sie gibt ihnen Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Beziehung und Gruppendynamik beeinflussen die Deutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Die Organisation verleiht dieser Deutung formale Autorit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Sprache verdichtet sie im Zeugnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Ein k\u00fcnftiger Arbeitgeber liest den Text und entscheidet \u00fcber Chancen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7. Diese Entscheidung beeinflusst den weiteren Berufsweg \u2013 und best\u00e4tigt m\u00f6glicherweise r\u00fcckwirkend die urspr\u00fcngliche Zuschreibung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Zeugnis beschreibt damit nicht nur Wirklichkeit. Es <strong>erzeugt Anschlusswirklichkeit. Genau darum geht es auch in meinen Beitr\u00e4gen<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/sprache-das-unsichtbare-betriebssystem-unserer-wirklichkeit\/\"><strong>Sprache \u2013 das unsichtbare Betriebssystem unserer Wirklichkeit<\/strong><\/a> <strong>und<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/kommunikation-formt-wirklichkeit-die-welt-entsteht-auch-durch-unsere-gespraeche\/\"><strong>Kommunikation formt Wirklichkeit<\/strong><\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn aus \u00abguten Leistungen und grossem Einsatz\u00bb sp\u00e4ter bloss \u00abzufrieden\u00bb wird, hat sich nicht zwingend die gelebte Vergangenheit ver\u00e4ndert. Ver\u00e4ndert hat sich ihre sprachliche Rahmung. Und diese Rahmung kann reale Zukunftschancen beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Multiversit\u00e4t: Mehrere Perspektiven, aber nicht beliebige Wahrheiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Konzept der <a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/multiversitaet-wenn-vielfalt-beginnt-gemeinsam-wirklichkeit-zu-gestalten\/\"><strong>Multiversit\u00e4t<\/strong><\/a> <strong>geht davon aus, dass verschiedene Erfahrungen und Perspektiven nicht bloss nebeneinanderstehen, sondern zu einer tragf\u00e4higeren gemeinsamen Wirklichkeit verbunden werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Zeugnisse \u00fcbertragen heisst das: Eine verantwortungsvolle Beurteilung sollte nicht allein aus dem letzten Eindruck einer einzelnen F\u00fchrungsperson entstehen. Sie sollte \u2013 besonders nach F\u00fchrungswechseln, langen Abwesenheiten oder komplexen Funktionen \u2013 mehrere legitime Quellen zusammenf\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf dokumentierte Ziel- und Standortgespr\u00e4che,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Beobachtungen fr\u00fcherer und aktueller F\u00fchrung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf \u00fcberpr\u00fcfbare Resultate,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf R\u00fcckmeldungen aus relevanten Arbeitsbeziehungen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf besondere Rahmenbedingungen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf und die Sicht der beurteilten Person.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist kein Wunsch nach einer gef\u00e4lligen Mehrheitsnote. Auch viele Perspektiven k\u00f6nnen irren. Multiversit\u00e4t bedeutet vielmehr, Widerspr\u00fcche sichtbar zu machen und mit Belegen zu pr\u00fcfen, statt einer einzigen Position automatisch Deutungshoheit zu verleihen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aus Sicht von Pflege, Human Factors und Just Culture<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Pflege wissen wir: Eine \u00dcbergabe muss klar, relevant, vollst\u00e4ndig und beobachtungsnah sein. Wir unterscheiden zwischen Befund, Interpretation und Vermutung. Wir sollten einen einzelnen Zwischenfall nicht unbesehen zum Charaktermerkmal eines Menschen machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Denken der <strong><a href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/just-culture-gerechte-fehlerkultur\/\" data-type=\"post\" data-id=\"2933\">Just Culture<\/a> ist auch f\u00fcr Arbeitszeugnisse hilfreich. Es fragt nicht nur:<\/strong> <em>Wer hat einen Fehler gemacht?<\/em> <strong>Es fragt ebenso:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Welche Bedingungen haben das Verhalten beeinflusst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Waren Erwartungen und Ressourcen klar?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Handelte es sich um einen einmaligen Fehler, ein systemisches Problem oder bewusst riskantes Verhalten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Wurde zeitnah r\u00fcckgemeldet und Entwicklung erm\u00f6glicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Zeugnis, das situative Bedingungen ausblendet und einzelne Ereignisse als Pers\u00f6nlichkeit festschreibt, begeht denselben Denkfehler, den moderne Sicherheitswissenschaft in komplexen Systemen zu \u00fcberwinden versucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade im Gesundheitswesen wirkt eine paradoxe Botschaft unglaubw\u00fcrdig: Von Mitarbeitenden werden offene Fehlerkultur, Speak-up und Lernen verlangt; wer aber Kritik \u00e4ussert, Grenzen setzt oder die Organisation verl\u00e4sst, darf nicht r\u00fcckwirkend durch eine schlechtere Erz\u00e4hlung diszipliniert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was gute Arbeitgeber anders machen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein professionelles Zeugnis beginnt nicht am Austrittstag. Gute Organisationen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf definieren Leistungskriterien fr\u00fch und transparent,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf f\u00fchren regelm\u00e4ssige, dokumentierte R\u00fcckmeldungen durch,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf sprechen Probleme zeitnah statt codiert am Schluss an,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf trennen Entt\u00e4uschung \u00fcber eine K\u00fcndigung von der Leistungsbeurteilung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf beziehen bei F\u00fchrungswechseln fr\u00fchere Beurteilungen und tats\u00e4chliche Beobachtungszeitr\u00e4ume ein,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf lassen Zeugnisse auf Widerspr\u00fcche und unbeabsichtigte Codes pr\u00fcfen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf gew\u00e4hren rechtliches Geh\u00f6r und beantworten Korrekturantr\u00e4ge begr\u00fcndet,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf korrigieren Fehler, ohne darin eine Niederlage zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Unternehmen verliert seine F\u00fchrungsverantwortung nicht in dem Moment, in dem ein Mensch k\u00fcndigt. Im Gegenteil: <strong>Wie eine Organisation mit Menschen umgeht, von denen sie keinen k\u00fcnftigen Nutzen mehr erwartet, zeigt besonders deutlich ihr tats\u00e4chliches Menschenbild.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schlussgedanke: Das Dokument und der Mensch dahinter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Arbeitszeugnis ist wichtig. Es kann T\u00fcren \u00f6ffnen oder den Zugang erschweren. Deshalb ist es falsch, seine Wirkung kleinzureden. Ebenso falsch ist es, ihm eine Erkenntniskraft zuzuschreiben, die es wissenschaftlich nicht besitzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine verdichtete Fremdbeurteilung \u2013 rechtlich gebunden, psychologisch gefiltert und institutionell machtvoll. Es kann korrekt, fair und hilfreich sein. Es kann aber auch Beobachtungsl\u00fccken, Beziehungskonflikte, unausgesprochene Vorbehalte, F\u00fchrungswechsel oder die Abwehrreaktion eines Systems enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ein ungerechtes Zeugnis erh\u00e4lt, darf widersprechen. Sachlichkeit ist dabei keine Schw\u00e4che, Beharrlichkeit keine Aggression und die Bitte um Belege kein Angriff. Zugleich bleibt wahr: Ein juristischer Anspruch garantiert noch kein rasches, faires Ergebnis. Rechte werden erst wirksam, wenn Menschen sie kennen, Beweise sichern, Fristen beachten und bereit sind, n\u00f6tigenfalls die zust\u00e4ndige Instanz anzurufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist zwischen privatrechtlichen und \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen klar zu unterscheiden. Im privatrechtlichen Bereich stehen insbesondere Art. 330a OR und das zivilprozessuale Verfahren im Vordergrund. Im \u00f6ffentlich-rechtlichen Bereich bestimmen dagegen das jeweilige Personalrecht, die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde und die einschl\u00e4gigen Rechtsmittel- und Verfahrensfristen den Weg. Eine allgemeine Aussage \u00fcber \u00abdas Schweizer Arbeitszeugnisrecht\u00bb darf diese Unterschiede nicht verwischen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch selbst dann gilt die entscheidende Grenze: Leistung darf beurteilt werden. Verhalten darf beschrieben werden. Widerspr\u00fcche d\u00fcrfen gekl\u00e4rt werden. <strong>Der Mensch selbst ist mehr als das Urteil, das eine Organisation beim Abschied \u00fcber ihn formuliert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00abDer Arbeitgeber besitzt die Unterschrift, aber nicht die Deutungshoheit \u00fcber einen Menschen. Ein Zeugnis ist ein Dokument seiner Sicht \u2013 niemals das Mass der W\u00fcrde, der Erfahrung oder des ganzen beruflichen Lebens.\u00bb<\/strong><br>\u2014 Christoph J. Zingg<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wissenschaftliche und rechtliche Quellen \u2013 Auswahl<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Bundesgesetz betreffend die Erg\u00e4nzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 330a OR. <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/27\/317_321_377\/de#art_330_a\">Fedlex<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Bundesgericht: <a href=\"https:\/\/relevancy.bger.ch\/cgi-bin\/JumpCGI?id=BGE-129-III-177&amp;lang=de\">BGE 129 III 177<\/a>, <a href=\"https:\/\/relevancy.bger.ch\/cgi-bin\/JumpCGI?id=BGE-136-III-510&amp;lang=de\">BGE 136 III 510<\/a>, <a href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-345%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document&amp;zoom=\">BGE 144 II 345<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/clir\/http\/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade%3Aregeste&amp;lang=de&amp;type=show_document\">BGE 147 III 78<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Bundesverwaltungsgericht. (2024). <a href=\"https:\/\/entscheidsuche.ch\/docs\/CH_BVGer\/CH_BVGE_001_A-3067-2023_2024-02-29.pdf\">Urteil A-3067\/2023<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Colquitt, J. A., Conlon, D. E., Wesson, M. J., Porter, C. O. L. H., &amp; Ng, K. Y. (2001). Justice at the millennium. <em>Journal of Applied Psychology, 86<\/em>(3), 425\u2013445. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11419803\/\">PubMed<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf DeNisi, A. S., &amp; Murphy, K. R. (2017). Performance appraisal and performance management: 100 years of progress? <em>Journal of Applied Psychology, 102<\/em>(3), 421\u2013433. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/28125265\/\">PubMed<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Klotz, A. C., &amp; Bolino, M. C. (2016). Saying goodbye: The nature, causes, and consequences of employee resignation styles. <em>Journal of Applied Psychology, 101<\/em>(10), 1386\u20131404. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/27336909\/\">PubMed<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Morrison, E. W., &amp; Robinson, S. L. (1997). When employees feel betrayed. <em>Academy of Management Review, 22<\/em>(1), 226\u2013256. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5465\/amr.1997.9707180265\">DOI<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Morrison, E. W., &amp; Milliken, F. J. (2000). Organizational silence: A barrier to change and development in a pluralistic world. <em>Academy of Management Review, 25<\/em>(4), 706\u2013725. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5465\/amr.2000.3707697\">DOI<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Scullen, S. E., Mount, M. K., &amp; Goff, M. (2000). Understanding the latent structure of job performance ratings. <em>Journal of Applied Psychology, 85<\/em>(6), 956\u2013970. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11125659\/\">PubMed<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf SECO. <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/de\/faq-arbeitszeugnis\">FAQ Arbeitszeugnis<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Sutton, A. W., Baldwin, S. P., Wood, L., &amp; Hoffman, B. J. (2013). A meta-analysis of the relationship between rater liking and performance ratings. <em>Human Performance, 26<\/em>(5), 409\u2013429. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/08959285.2013.836523\">DOI<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u25cf Zhou, S. et al. (2024). An updated meta-analysis of the interrater reliability of supervisory performance ratings. <em>Journal of Applied Psychology<\/em>. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/38270992\/\">PubMed<\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><em>Hinweis: <\/em><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Beitrag vermittelt allgemeine Informationen zur Schweizer Rechtslage und ersetzt keine auf den konkreten Einzelfall zugeschnittene Rechtsberatung. Bei privatrechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen sind insbesondere Art. 330a OR und die zivilprozessualen Zust\u00e4ndigkeits- und Verfahrensregeln zu beachten. Bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen m\u00fcssen das anwendbare Personalrecht, die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde sowie die einschl\u00e4gigen Verfahrens- und Rechtsmittelfristen gesondert gepr\u00fcft werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis &#8211; Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":3548,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[636,755],"tags":[818,608],"class_list":["post-3546","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kommunikation-sprache","category-leadership-selbstfuehrung","tag-der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis-was-arbeitszeugnisse-aussagen","tag-kommunikation"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Tiefgang\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/zinggdivegmbh\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-10-24T06:50:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9-1024x576.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"576\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Christoph Zingg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@zinggdive\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@zinggdive\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Christoph Zingg\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"32\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Christoph Zingg\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/6114fd4a7805106d5455174b07efc2a3\"},\"headline\":\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis\",\"datePublished\":\"2026-10-24T06:50:00+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/\"},\"wordCount\":6242,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1\",\"keywords\":[\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen\",\"Kommunikation\"],\"articleSection\":[\"Kommunikation &amp; Sprache\",\"Leadership &amp; Selbstf\u00fchrung\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/\",\"name\":\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1\",\"datePublished\":\"2026-10-24T06:50:00+00:00\",\"description\":\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1\",\"width\":1672,\"height\":941,\"caption\":\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/\",\"name\":\"Zingg-Dive Blog\",\"description\":\"Ein Blog \u00fcber Tauchen, Reisen, Kommunikation, Gruppendynamik, Pflege und Myanmar \\\/ Burma\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#organization\",\"name\":\"Zingg-Dive GmbH\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/07\\\/Logo-Zingg-Dive-GmbH.jpg?fit=422%2C425&ssl=1\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/i0.wp.com\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/07\\\/Logo-Zingg-Dive-GmbH.jpg?fit=422%2C425&ssl=1\",\"width\":422,\"height\":425,\"caption\":\"Zingg-Dive GmbH\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/zinggdivegmbh\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/zinggdive\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/6114fd4a7805106d5455174b07efc2a3\",\"name\":\"Christoph Zingg\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Christoph Zingg\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/www.zingg-dive.ch\\\/blog\\\/author\\\/christoph\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang","description":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang","og_description":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann","og_url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/","og_site_name":"Tiefgang","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/zinggdivegmbh","article_published_time":"2026-10-24T06:50:00+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":576,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9-1024x576.png","type":"image\/png"}],"author":"Christoph Zingg","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@zinggdive","twitter_site":"@zinggdive","twitter_misc":{"Verfasst von":"Christoph Zingg","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"32\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/"},"author":{"name":"Christoph Zingg","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#\/schema\/person\/6114fd4a7805106d5455174b07efc2a3"},"headline":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis","datePublished":"2026-10-24T06:50:00+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/"},"wordCount":6242,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1","keywords":["Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen","Kommunikation"],"articleSection":["Kommunikation &amp; Sprache","Leadership &amp; Selbstf\u00fchrung"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/","url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/","name":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Tiefgang","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1","datePublished":"2026-10-24T06:50:00+00:00","description":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#primaryimage","url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1","contentUrl":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1","width":1672,"height":941,"caption":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis - Was Arbeitszeugnisse aussagen, was sie verschweigen und was man gegen schlechte Zeugnisse tun kann"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/der-mensch-ist-nicht-sein-arbeitszeugnis\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der Mensch ist nicht sein Arbeitszeugnis"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#website","url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/","name":"Zingg-Dive Blog","description":"Ein Blog \u00fcber Tauchen, Reisen, Kommunikation, Gruppendynamik, Pflege und Myanmar \/ Burma","publisher":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#organization","name":"Zingg-Dive GmbH","url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Logo-Zingg-Dive-GmbH.jpg?fit=422%2C425&ssl=1","contentUrl":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Logo-Zingg-Dive-GmbH.jpg?fit=422%2C425&ssl=1","width":422,"height":425,"caption":"Zingg-Dive GmbH"},"image":{"@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/zinggdivegmbh","https:\/\/x.com\/zinggdive"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/#\/schema\/person\/6114fd4a7805106d5455174b07efc2a3","name":"Christoph Zingg","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/54d56a09592556f24f6d7f68bbc7d0d0de901040bbed5fbef74744e7acda7982?s=96&d=mm&r=g","caption":"Christoph Zingg"},"sameAs":["http:\/\/www.zingg-dive.ch"],"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/author\/christoph\/"}]}},"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p5h1NN-Vc","jetpack-related-posts":[{"id":3414,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/validation-in-der-pflegekommunikation\/","url_meta":{"origin":3546,"position":0},"title":"Validation in der Pflegekommunikation","author":"Christoph Zingg","date":"25. September 2026","format":false,"excerpt":"Validation in der Pflegekommunikation - Gef\u00fchle anerkennen, ohne jede Aussage f\u00fcr wahr erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen (Naomi Feil)","rel":"","context":"In &quot;Kommunikation &amp; Sprache&quot;","block_context":{"text":"Kommunikation &amp; Sprache","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/kommunikation-sprache\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/927ff2cb-1f30-42ea-9943-975126926ed0.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/927ff2cb-1f30-42ea-9943-975126926ed0.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/927ff2cb-1f30-42ea-9943-975126926ed0.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/927ff2cb-1f30-42ea-9943-975126926ed0.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/927ff2cb-1f30-42ea-9943-975126926ed0.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":3432,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/tom-kitwood-der-mensch-verschwindet-nicht-hinter-der-demenz\/","url_meta":{"origin":3546,"position":1},"title":"Tom Kitwood: Der Mensch verschwindet nicht hinter der Demenz","author":"Christoph Zingg","date":"29. September 2026","format":false,"excerpt":"Tom Kitwood: Der Mensch verschwindet nicht hinter der Demenz - Warum Personsein, Beziehung und W\u00fcrde wichtiger sind als die Diagnose","rel":"","context":"In &quot;Kommunikation &amp; Sprache&quot;","block_context":{"text":"Kommunikation &amp; Sprache","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/kommunikation-sprache\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2be4d52c-28a3-49e0-a572-dd425df1488d.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2be4d52c-28a3-49e0-a572-dd425df1488d.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2be4d52c-28a3-49e0-a572-dd425df1488d.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2be4d52c-28a3-49e0-a572-dd425df1488d.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2be4d52c-28a3-49e0-a572-dd425df1488d.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":3417,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/carl-rogers-verstehen-bevor-wir-veraendern\/","url_meta":{"origin":3546,"position":2},"title":"Carl Rogers \u2013 Verstehen, bevor wir ver\u00e4ndern","author":"Christoph Zingg","date":"26. September 2026","format":false,"excerpt":"Carl Rogers \u2013 Verstehen, bevor wir ver\u00e4ndern: Wie Empathie, Wertsch\u00e4tzung und Echtheit die moderne Gespr\u00e4chsf\u00fchrung pr\u00e4gten","rel":"","context":"In &quot;Kommunikation &amp; Sprache&quot;","block_context":{"text":"Kommunikation &amp; Sprache","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/kommunikation-sprache\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01ad75ca-eb6c-47c0-8d7c-02d619e32488.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01ad75ca-eb6c-47c0-8d7c-02d619e32488.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01ad75ca-eb6c-47c0-8d7c-02d619e32488.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01ad75ca-eb6c-47c0-8d7c-02d619e32488.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01ad75ca-eb6c-47c0-8d7c-02d619e32488.png?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":3010,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/kognition-und-kommunikation\/","url_meta":{"origin":3546,"position":3},"title":"Kognition und Kommunikation","author":"Christoph Zingg","date":"11. August 2026","format":false,"excerpt":"Warum wir nur verstehen k\u00f6nnen, was unser Gehirn aufnehmen, verarbeiten und einordnen kann","rel":"","context":"In &quot;Gruppendynamik &amp; Teams&quot;","block_context":{"text":"Gruppendynamik &amp; Teams","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/gruppendynamik-teams\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-42.png?fit=1200%2C960&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-42.png?fit=1200%2C960&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-42.png?fit=1200%2C960&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-42.png?fit=1200%2C960&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-42.png?fit=1200%2C960&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":2823,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/salutogenese-warum-kommunikation-gesundheit-schaffen-kann\/","url_meta":{"origin":3546,"position":4},"title":"Salutogenese \u2013 Warum Kommunikation Gesundheit schaffen kann","author":"Christoph Zingg","date":"17. Juli 2026","format":false,"excerpt":"Salutogenese \u2013 Warum Kommunikation Gesundheit schaffen kann #Kommunikation, #Gruppendynamik, #Leadership, #F\u00fchrung, #M\u00f6biusschleife","rel":"","context":"In &quot;Kommunikation &amp; Sprache&quot;","block_context":{"text":"Kommunikation &amp; Sprache","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/kommunikation-sprache\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ecf500f7-5bb7-4908-84f3-e254e87a3f13.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ecf500f7-5bb7-4908-84f3-e254e87a3f13.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ecf500f7-5bb7-4908-84f3-e254e87a3f13.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ecf500f7-5bb7-4908-84f3-e254e87a3f13.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ecf500f7-5bb7-4908-84f3-e254e87a3f13.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":2762,"url":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/ethik-und-moral-in-der-pflege\/","url_meta":{"origin":3546,"position":5},"title":"Ethik und Moral in der Pflege","author":"Christoph Zingg","date":"11. Juli 2026","format":false,"excerpt":"Ethik und Moral in der Pflege - Pflege beginnt mit Fachwissen. Sie wird durch Moral menschlich und durch Ethik verantwortbar., Kommunikation, Leadership, F\u00fchrung, Gruppendynamik","rel":"","context":"In &quot;Leadership &amp; Selbstf\u00fchrung&quot;","block_context":{"text":"Leadership &amp; Selbstf\u00fchrung","link":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/category\/leadership-selbstfuehrung\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image.png?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]}],"jetpack_likes_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/10c8e72d-7f1f-459f-a6aa-a1b1788bd4e9.png?fit=1672%2C941&ssl=1","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3546"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3623,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions\/3623"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3548"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zingg-dive.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}